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Wieder abgeschaltet_Belgischer Atomreaktor verursacht erneut Probleme

Doel. Nach einer automatischen Abschaltung steht Belgiens ältester Atomreaktor Doel 1 bei Antwerpen wieder still. Der Meiler, der nur 150 Kilometer von Aachen entfernt liegt, hatte sich am Samstag um 18 Uhr abgeschaltet. „Es gab ein Problem im Generator“, sagte Geetha Keyaert, Sprecherin des Betreibers Electrabel, auf Anfrage unserer Zeitung. Der Generator befinde sich im nichtnuklearen Teil des Reaktors. Die Ursache für die Anomalie stehe noch nicht fest, erklärte Keyaert. Man analysiere das noch. Das Abschalten sei aber nach dem üblichen Verfahren erfolgt. Es habe keine Gefahr für Mitarbeiter, Umwelt oder Anwohner bestanden.
Auch der belgische Innenminister Jan Jambon von den flämischen Nationalisten sagte, es gebe kein Sicherheitsproblem. Wann Doel 1 wieder ans Netz gehe, stehe ebenfalls noch nicht fest. Doel 1 war erst am Mittwoch wieder ans Netz gegangen. Er war am 15. Februar 2015 heruntergefahren worden, weil er seine ursprünglich vorgesehene Laufzeit von 40 Jahren erreicht hatte. Eigentlich müssen AKW in Belgien nach 40 Jahren Laufzeit vom Netz. Doch Belgiens Regierung beschloss im Oktober eine Laufzeit- verlängerung um zehn Jahre für Doel 1 und 2.
„Wäre die Situation für die Menschen in Belgien, den Niederlanden und NRW nicht so gefährlich, könnte man über die Pannenserie nur noch sarkastisch lachen“, erklärte die NRW-Grünen-Vorsitzende Mona Neubaur. Sie sprach von „tickenden Zeitbomben kurz hinter der Grenze“.
Auch der wegen seiner Risse umstrittene Atomreaktor Doel 3 ist derzeit nicht am Netz. Er soll nun am 6. Januar wieder hochgefahren werden, teilte Electrabel auf seiner Internetseite mit. Grund für die verzögerte Reaktivierung ist ein defekter Schalter am Übergang zum Hochspannungsstromnetz. Das Problem könne nur eine externe Spezialfirma beheben.(mgu)

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