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Was hat der Großeinsatz gebracht?

Hambacher Forst: Aufwand und Ertrag der Aktion gegen die Aktivisten
Von Marlon Gego
Merzenich/Aachen. Welche neuen Erkenntnisse die Großrazzia im Aktivistencamp am Hambacher Forst zu Tage gefördert hat und ob der Einsatz überhaupt etwas gebracht hat, stand auch gestern noch nicht fest. Am Montag hatten Hunderte Polizisten das Camp und ein Haus in Düren-Gürzenich durchsucht, in dem einige der Aktivisten zeitweise leben. Die Aachener Staatsanwaltschaft erklärte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, die Auswertung des Einsatzes vom Montag werde voraussichtlich noch einige Tage in Anspruch nehmen.
Mit Laserpointer im Baumhaus
Wie schwierig es für Polizei und Staatsanwaltschaft ist, im Umfeld der Aktivisten aus dem Hambacher Forst zu ermitteln, zeigt auch das wiederkehrende Problem, überhaupt nur die Identitäten der Aktivisten festzustellen. Bei den Durchsuchungen am Montag hatte die Polizei im Camp Drogen gefunden und in diesem Zusammenhang sieben Aktivisten festgenommen. Doch im Aachener Polizeipräsidium, in das die festgenommenen Aktivisten gebracht wurden, konnten nur die Identitäten von zwei der sieben Festgenommenen festgestellt worden.
Manche Aktivisten schmirgeln sich die Fingerkuppen ab, damit keine Fingerabdrücke genommen werden können, andere setzen sich dagegen körperlich zur Wehr. Ausweise führen die Aktivisten in der Regel nicht mit sich, und Aussagen macht so gut wie niemand. Wenn nicht ein Richter Zwangsmaßnahmen anordnet, was nur selten passiert, muss die Polizei die Aktivisten einfach wieder gehen lassen. Für die Beamten ist diese sich seit Jahren ständig wiederholende Prozedur extrem frustrierend.
Wie die Staatsanwaltschaft gestern mitteilte, werde gegen zwei Aktivisten, die sich während der Durchsuchung am Montag in einem der Baumhäuser im Hambacher Forst aufhielten, ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr eingeleitet: Es droht eine Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.
Es bestehe der Verdacht, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter, dass die beiden Aktivisten die Piloten des Polizeihubschraubers mit Laserpointern geblendet hätten. Der Hubschrauber war angefordert worden, um das Einsatzgebiet aus der Luft überwachen zu können.

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