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Stadt verkauft Altes Rathaus an den Kreis

Rat votiert am Montag einstimmig dafür. Kaufpreis entspricht Wertgutachten: 1,77 Millionen Euro. Weg für das Kreishaus Jülich ist jetzt frei.

Von Volker Uerlings

Jülich. Der Stadtrat Jülich hat am Montagabend in nichtöffentlicher Sitzung den Weg für das Kreishaus Jülich frei gemacht. Einstimmig votierte das Gremium nach Mitteilung von Bürgermeister Heinrich Stommel für den Verkauf des Alten Rathauses an den Kreis Düren. Der ist dort schon Mieter, plant aber mittelfristig unter Einbeziehung von mindestens einem Nachbargrundstück ein Komplettangebot in der Herzogstadt: von der Kfz-Zulassungsstelle über Jugend- und Gesundheitsamt bis hin zur Jobcom für alle Nordkreiskommunen. Letztere arbeitet bereits im denkmalgeschützten Gebäude am Markt. Der Kaufpreis ist in einem Wertgutachten festgelegt auf 1,77 Millionen Euro.

„Wir werden über die Modalitäten reden müssen und den Vertrag ausarbeiten“, sagte Stommel auf Anfrage unserer Zeitung. Wichtig sei natürlich ein Rückkaufsrecht für die Stadt, falls langfristig einmal neue Entwicklungen eintreten, also der Kreis irgendwann vom jetzigen Wunschstandort wieder weg will oder muss. Warum ein Verkauf? Heinrich Stommel selbst sagt, dass er ursprünglich von dieser Lösung nichts gehalten habe. Wie auch Teile des Rates hat sich auch der Erste Bürger wohl den finanziellen Zwängen gebeugt. Wenn der Kreis hier – über eine seiner Gesellschaften – kauft und baut, braucht das einerseits Sicherheiten und muss andererseits in einem gewissen Finanzrahmen stattfinden. Landrat Wolfgang Spelthahn hat diese Lösung schließlich unter der Prämisse vorgeschlagen, dass die Bündelung aller Kreisaktivitäten in Jülich am Ende nicht teurer werden darf als bisherige dezentrale Angebote.

Wenn der Kaufvertrag beurkundet worden ist (in einigen Wochen etwa), kommt auch ein Vorvertrag zum Tragen, der laut Landrat mit dem Eigentümer des Nachbargrundstückes (früher: Stüssgen) getroffen wurde. Auch dieses Grundstück wird dann wohl gekauft. Mit einem weiteren Eigentümer (Fläche Kapuzinerstraße/Baierstraße) soll es Gespräche über eine gemeinsame Baulösung geben. Sind sie erfolgreich, wird hinter dem Alten Rathaus über Eck an Düsseldorfer und Kapuzinerstraße ein großer zentraler Neubau entstehen. Bürgermeister Heinrich Stommel: „Das ist eine einmalige Chance, daran haben wir Jahrzehnte gearbeitet. Jülich hat die Möglichkeit, hier qualitativ einen Sprung zu machen.“

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