Freie und unabhängige Wählergemeinschaften in Aldenhoven, Inden, Jülich, Linnich, Merzenich, Titz, Vettweiß und Piratenpartei

RWE schaltet Kraftwerksblock ab
Legionellen im Kühlwasser

RWE schaltet Kraftwerksblock ab
Legionellen im Kühlwasser. „Potentielle Quelle“ der Jülicher Krankheitswelle.
Weisweiler/Jülich. Noch am Dienstagabend hat Betreiber RWE den Kraftwerksblock F in Weisweiler abgeschaltet. Das Landesumweltamt hatte im Kühlwasser eine deutlich überhöhte Legionellenbelastung festgestellt. Ein Zusammenhang mit der Legionellosewelle in Jülich sei nicht auszuschließen, wie die Dürener Gesundheitsbehörden am Dienstag informierten. Daher wurde die 300-Megawatt-Anlage vom Netz genommen, „bis sicher ausgeschlossen werden kann, dass die erhöhten Messwerte in einem ursächlichen Zusammenhang mit den Erkrankungen stehen“, wie RWE informierte.
In Weisweiler werden nun nach Informationen unserer Zeitung zahlreiche weitere Proben genommen, um die Ursache einzugrenzen. Ein Abgleich mit dem Erreger, der bei 30 Menschen in Jülich eine schwere Lungenentzündung hervorgerufen hat, erfolgt in einem Speziallabor und steht aus.
50 Proben analysiert
Unterdessen liegen nach Angaben von Norbert Schnitzler, Leiter des Kreisgesundheitsamtes Düren, die Analysen von über 50 Umweltproben vor, die in und um Jülich sowie in den Tagebauen und im Kraftwerk genommen wurden. „Aktuell sind zwei potenzielle Quellen dabei“, sagte Schnitzler und spricht damit die Legionellen-Befunde im Kraftwerk Weisweiler und in einer Kühlanlage des Forschungszentrums Jülich an.
Zwei industrielle Rückkühlwerke in Aldenhoven und Jülich bleiben aus technischen Gründen abgeschaltet. Der Verdacht eines überhöhten Legionellenbefalls hatte sich laut Schnitzler dort aber nicht bestätigt. (vpu/pan)

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *