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Pressemitteilung UWG Kreis Düren

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Redaktionsmitglieder,

die Bürger in Niederzier-Ellen haben die Nase voll. Wenn andere den Frühling genießen, schließen sie die Türen und Fenster. Die benachbarte Asphaltmischanlage macht den Aufenthalt im Freien immer wieder zu einem zweifelhaften Vergnügen. Die UWG im Kreis ist den Vorwürfen nachgegangen und ist dabei auf einige Unstimmigkeiten bei der Genehmigung der Anlage gestoßen. Landrat Spelthahn wurde von uns um Aufklärung ersucht.

Pressetext:

Dicke Luft in Ellen?

„Wie ungesund leben wir in unserem Ort“, fragen sich die Bewohner von Niederzier-Ellen jedes Mal, wenn der Wind aus Südosten weht, oder Niederdruckwetter den Nebel durch die Straßen treibt.

Die Asphaltmischanlage der Fa. bag Bergisch-Westerwälder Hartsteinwerke im Osten von Ellen gelegen – macht sich dann durch extreme Geruchsbelästigung bemerkbar. Den Aufenthalt im Freien bezahlen die Bewohner an solchen Tagen mit Kopfschmerzen und Atembeschwerden.

Bürger aus Ellen haben sich nun um Hilfe an die UnabhängigeWählerGemeinschaft (UWG) des Kreises Düren gewandt.

Nach Überprüfung der vorliegenden Genehmigungsbescheide konnten wir starke Differenzen zwischen dem gemessenen Schadstoffausstoß der Anlage und den durch die TA-Luft 5.2.7.1.1 vorgegebenen Maximalwerten beim Benzolausstoß feststellen.

Benzol wird den Krebs erzeugenden Stoffen zugerechnet. Die in Ellen an der Asphaltmischanlage gemessenen Werte lagen jedes Mal über den Grenzwerten und überschritten die Maximalkonzentration, laut TA Luft (2,5 g/h), um ein Vielfaches. Erschwerend kommt hinzu, dass die Anlage bei den drei Überprüfungs-Messungen nicht mit ihrer Maximalkapazität (240 t) gefahren wurde. Ebenso wurden nicht die „ungünstigsten Betriebsbedingungen“ zugrunde gelegt. Dazu hätte die Aufbereitung und das Recycling von Altasphalt gehört, wie er in dieser Anlage verarbeitet wird.

Ebenso klärungsbedürftig ist die durch den Kreis erteilte Betriebsgenehmigung, denn die Asphaltmischanlage produzierte an allen drei Messtagen – laut Gutachter – weit überhöhte Benzolwerte und hätte somit nicht genehmigt werden dürfen.

Wir haben Landrat Wolfgang Spelthahn angeschrieben und um Überprüfung der widersprüchlichen Genehmigungs-Sachverhalte zum Benzolausstoß der Asphaltmischanlage ersucht.

Wir erwarten von Landrat Spelthahn eine schnellstmögliche Bearbeitung und geeignete Maßnahmen der Umweltbehörde, um die Gesundheitsgefährdung und die Geruchsbelästigung der Bevölkerung in Ellen schnellstmöglich abzustellen.

 

In Anhang finden Sie unser Schreiben an den Landrat mit den Fragen der UWG zum Betrieb und zur Genehmigung der Anlage, sowie technische Informationen zu der Betriebsgenehmigung.

 

Für Sachfragen im Zusammenhang mit der, durch den Kreis erteilten Betriebsgenehmigung steht Ihnen unser Sachkundiger Bürger,

Dipl.Ing. Günter Fritz gfritzniederzier@aol.com Tel. 024283038 Mobil 01788242424 zur Verfügung.

Ihm liegen auch alle Genehmigungsunterlagen vor, auf die hier Bezug

genommen wird.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse, wir freuen uns auf Ihre Berichterstattung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Michael Hintzen

 

 

 

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