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Jülicher Kugeln: BUND erwägt Klage

Auch die Umweltstiftung warnt vor „illegalen Atomtransporten“ in die USA
Düsseldorf/Jülich. Im Streit um den möglichen Transport von Atommüll aus Jülich in die USA erwägt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Klage. Die Pläne verstießen gegen deutsches und europäisches Atomrecht, sagte Landesvorstandsmitglied Michael Harengerd gestern. Der BUND hat dazu – wie bereits die Umweltschutzorganisation Greenpeace in der vergangenen Woche – ein Rechtsgutachten vorgelegt.
Zunächst geht es um den Abtransport von 152 Castor-Behältern aus dem schon 1988 abgeschalteten Atomversuchsreaktor Jülich in die USA. Umweltschützer befürchten, dass auch die 303 Castoren aus Ahaus in die USA verschifft werden sollen. Falls Bundes- und Landesregierung an ihren Plänen festhielten, wolle der BUND gemeinsam mit Anti-Atomkraft-Initiativen vor deutschen Verwaltungsgerichten klagen, sagte Harengerd. „Das werden wir nicht auf sich beruhen lassen.“
Auch die Deutsche Umweltstiftung sieht in diesen Plänen einen „eindeutigen Rechtsbruch“. Jörg Sommer, Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung und Mitglied der Endlagerkommission, kritisierte, der geplante Transport gefährde auch die Endlagersuche in Deutschland. „Wir brauchen nicht über den Umgang mit dem Atommüll in Deutschland zu reden, wenn er gleichzeitig illegal ins Ausland verschoben wird.“ (dpa)

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