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Inden: Weitere Annäherung

Fraktionsspitzen und Bürgermeister führen ein „konstruktives Gespräch“. Jetzt sollen die wichtigen Sachthemen wieder ins Blickfeld werden.
Inden. „Wir hatten ein konstruktives Gespräch und haben uns angenähert“, fasste Rudi Görke, der SPD-Fraktionsvorsitzende, das erste Gespräch nach dem vereinbarten Waffenstillstand zwischen den Indener Parteien und Bürgermeister Jörn Langefeld zusammen. „Aber wir können jetzt nicht erwarten, dass wir alle Indener Probleme auf einmal lösen.“
Nach dem Gespräch zwischen den Fraktionsspitzen von CDU, SPD, der UDB und den Grünen sowie Langefeld zeichnet sich ab, dass jetzt die wirklichen Probleme ins Blickfeld geraten, deren Lösung mit dem Streit ins Hintertreffen geraten war. Der defizitäre Haushalt, muss im Zuge des Haushaltssicherungskonzeptes bis 2022 geradegebogen werden muss. Und eine Führungsposition im Rathaus muss neu besetzt werden.
Alle fünf Teilnehmer berichteten von einer konstruktiven Stimmung, in der es möglich gewesen sei, kontrovers zu diskutieren. „Ich habe die Hoffnung, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagte Herbert Schlächter (UDB). Langefeld, Görke, Hella Rehfisch (Grüne) und Udo Mürkens (CDU) bestätigten das. Der Waffenstillstand scheint zu halten. „Wenn die Sachen eingehalten werden, die alle zugesagt haben, dann können wir die echten Probleme angehen, die es in Inden gibt“, sagte Görke.
Kurzfristig muss ein Nachfolger für den in den Ruhestand gegangenen Hauptamtsleiter Heinrich Unterberger her. Trotz unterschiedlicher Auffassungen, wie die Stelle besetzt werden soll, haben die Gesprächspartner sich auf einen Weg geeinigt – vor zwei Wochen schien das noch unvorstellbar zu sein. 15 Bewerber auf die Stelle hat es gegeben, ein Teil fällt wegen fehlender Beamten-Laufbahn heraus. Langefeld hat die Unterlagen der restlichen Kandidaten den Fraktionen gegeben. Jede Fraktion soll einen oder zwei Wunsch-Kandidaten nennen. Die mit den meisten Nennungen werden zu einer Hauptausschusssitzung Mitte Mai geladen, um sich vorzustellen. Der Rat soll vermutlich Anfang Juni entscheiden, wer den Zuschlag erhält.
Die Möglichkeit, dass die Stelle einen neuen Zuschnitt erhält und mit einem Beigeordneten besetzt wird, ist noch nicht ganz vom Tisch. Die Forderung stammt ursprünglich von CDU und SPD. „Ich bin zwar dagegen. Aber wenn die Ratsmehrheit dafür ist, dann werden wir das verfolgen“, sagte Langefeld. Neben dem Bürgermeister ist die UDB laut Schlächter dagegen, bei den Grünen, der SPD und der CDU gibt es Diskussionsbedarf. (jan)

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