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Heiße Eisen Warenlager und Mühlenteichsanierung angepackt

Fr, 16. Mai. 2014
Jülicher Nachrichten / Lokales / Seite 19
Heiße Eisen Warenlager und Mühlenteichsanierung angepackt
UWG Jül informiert Kirchberger über ihre kommunalpolitischen Ziele. Die Bürger sollen sich verstärkt selbst in Planung, Finanzierung und Umsetzung einbringen.
Kirchberg. „Nach Jahren des Stillstands muss in Kirchberg jetzt endlich etwas passieren“. Darin waren sich alle Besucher der Info-Veranstaltung einig, zu der Ralph Pallaß, Kandidat der UWG Jül für den Stadtrat, in den „Lindenhof“ eingeladen hatte.
Nachdem Veronika Schmitz als Vorsitzende die Gäste begrüßt hatte, sprach Pallaß unverblümt die „Knackpunkte“ an, die den Kirchbergern „auf der Seele brennen“. Die Neubaupläne der ortsansässigen Firma, mit dem geplanten vierzig Meter hohen Warenlager und der über die Wymarstraße führenden Versorgungsbrücke standen dabei ganz oben auf der Agenda. „Mit unseren Stimmen werden die Pläne so nicht umgesetzt“, versprach Matthias Hoven, Mitglied im Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss den Zuhörern. In diesem Ausschuss wurde erst kürzlich auf Betreiben der Jül die Zustimmung zur Änderung des betreffenden Bebauungsplanes verweigert.
Erst solle ein Vertreter der Firma die Pläne konkretisieren und sagen, ob zum Beispiel eine Höhenreduzierung des Lagers, eine Alternative zur Versorgungsbrücke oder gar eine generelle Alternativplanung möglich sind. Außerdem sollen klare Aussagen zum „Altbestand“ gemacht werden. Der Erhalt der Bürgerhalle war ein weiterer wichtiger Punkt auf Pallaß’ Liste. Aus dem Zuhörerkreis kam als klare Forderung an die Politik, die Halle unbedingt als zentralen Veranstaltungsort für Kirchberg zu erhalten. Zur Erreichung dieses Zieles bekundeten einige Anwesende spontan ihre Bereitschaft zur tatkräftigen Mithilfe in Form von Eigenleistungen.
Hierzu muss aber zunächst die Problematik der Hallendachstatik geklärt werden. Bekanntlich ist das Dach sanierungsbedürftig. Der Verfall der Mauern, Einfassungen und Geländer des Mühlenteichs waren ein weiteres „heißes Eisen“, das Pallaß aufgriff. Hier müsse endlich die Zuständigkeit zwischen allen beteiligten Stellen geklärt werden und gemeinsam ein klarer Finanzierungs- und Zeitplan für die Sanierungsmaßnahmen festgelegt werden. Seit vielen Monaten sind die maroden Stellen provisorisch mit Bauzäunen gesichert.
Straßenkataster erneuern
Ebenso sanierungsbedürftig wie der „Teich“ sind die Wohnstraßen, insbesondere im Kirchberger Unterdorf. Hier erwartet Pallaß von der Verwaltung, dass das städtische Straßenkataster fortgeschrieben oder erneuert wird.
Dabei muss auch ermittelt werden, ob und in welcher Höhe Anliegerbeiträge anfallen. Besonderes Interesse und Zustimmung fand Pallaß’ Vorschlag für Kirchberg einen Bürgerbeirat ins Leben zu rufen, in dem interessierte und engagierte Bürger ortsspezifische Themen erörtern, planen und deren Umsetzung in Abstimmung mit Politik und Verwaltung voranbringen können. Die Bürgerbeteiligung setzt sich fort mit den Forderungen der Jül nach Aufstellung eines Bürgerhaushaltes und der Einführung eines Bürgerbudgets.
In Zeiten immer knapper werdender Haushaltsmittel muss man eben neue Wege gehen und neue Ideen entwickeln und umsetzen. Dies bestätigte auch Michael Hintzen, Spitzenkandidat der Kreis-UWG, die sich kreisweit aus neun freien und unabhängigen Wählergemeinschaften zusammensetzt und von Nideggen bis Titz für den Dürener Kreistag kandidiert. „Es darf nicht sein, dass die Städte und Gemeinden im Kreis Düren durch die immer weiter steigende Kreis- und Jugendamtsumlage bis an den Rand ihrer finanziellen Existenz gebracht werden“ brachte Hintzen, der gemeinsam mit den weiteren Jülicher Kandidaten Herbert Johnen und Heinz Frey die neue Kreispolitik gestalten will, die Problematik auf den Punkt.
„Nur wenn die von Parteizentralen unabhängigen Wählergemeinschaften stark in den neuen Kreistag einziehen können, wird sich dort etwas ändern“, schloss Hintzen die Veranstaltung

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