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Grüne: Regierung weicht Verbot von Fracking auf

Berlin. Die Bundesregierung will die Auflagen für die Gasförderung mit der Fracking-Methode laut „Spiegel“ lockern. Nach einem Kompromiss sollen Probebohrungen möglich sein, wenn eine Kommission aus sechs Wissenschaftlern keine Bedenken habe. Ein bisher geplantes Verbot bis 3000 Meter Tiefe sei gestrichen worden. Bislang gibt es keine gesetzliche Regelung für die von Umweltschützern bekämpfte Fördertechnik, bei der tiefe Gesteinsschichten unter Einsatz von Chemikalien aufgebrochen werden. Eckpunkte eines Entwurfs von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Umweltministerin Barbara Hendricks (beide SPD) sahen bisher vor, dass Vorhaben zur Gasförderung aus Schiefer- und Kohleflözgestein oberhalb von 3000 Metern verboten werden. Eine Erprobung der Technik solle es nur geben, wenn Grundwasser nicht gefährdet werde.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer (Düren) kritisierte, die Koalition schaffe ein „Fracking-Ermöglichungsgesetz“. Schwarz-Rot setze sich über die breite Ablehnung der Bevölkerung hinweg und ignoriere die ablehnende Haltung fast aller Bundesländer. Hubertus Zdebel (Linke) warf der SPD Wahlbetrug vor. Die Lobbyarbeit der Industrie habe sich gelohnt. (dpa)

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