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Energieversorger müssen Gas günstig einkaufen

Karlsruhe. Die Energieversorger sind nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) verpflichtet, im Interesse ihrer Tarifkunden ihr Gas möglichst billig einzukaufen. Wenn es geht, müssen sie die günstigste Beschaffungsalternative wählen, wie aus der Entscheidung vom Mittwoch hervorgeht. Insbesondere dürfen die Versorger keine Preissteigerungen auf ihre Kunden abwälzen, die sie ohne diese Möglichkeit aus wirtschaftlichen Erwägungen vermieden hätten. Grundsätzlich halten die Richter aber an ihrer von Verbraucherschützern scharf kritisierten Linie aus dem Oktober 2015 fest. Demnach durften die deutschen Strom- und Gasversorger ihre Preise bis zu einer Neuregelung 2014 ohne umfassende Begründung erhöhen, solange sie damit keinen Gewinn machen wollten.
Diesmal ging es daher nur noch um die Frage, wann diese Grenze erreicht ist. In dem Fall aus Baden-Württemberg streitet eine Gaskundin mit den Ravensburger Technischen Werken Schussental um mehrere Preiserhöhungen zwischen 2005 und 2007 (Az. VIII ZR 71/10). (dpa)

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