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Der Bürgermeister stellt einen Strafantrag gegen CDU-Ratsherr

Der Streit zwischen Jörn Langefeld und weiten Teilen des Rates hält an
Von Guido Jansen
Inden. Die Gräben zwischen dem Indener Bürgermeister Jörn Langefeld und den Ratsfraktionen von CDU, SPD und Grüne werden immer tiefer. Langefeld erklärte am Freitag, dass er einen Strafantrag gegen Reinhard Marx (CDU) gestellt hat. Marx hatte gesagt, dass Langefeld die Fraktionsspitzen belogen habe, als es um den Dringlichkeitsbeschluss ging, mit dem ein Wirtschaftsprüfer eingesetzt werden sollte, um in Sachen „schwarze Kasse“ zu agieren, die unter Ulrich Schuster, Langefelds Vorgänger als Bürgermeister, geführt worden sein soll. Langefeld habe erklärt, so die drei Fraktionen, dass er vom Kreis Düren als Aufsichtsbehörde angewiesen worden sei, einen Wirtschaftsprüfer einzusetzen. Diese Anweisung hat es nicht gegeben, sondern einen nicht bindenden Hinweis. CDU, SPD und Grüne sagen, dass Langefeld trotzdem von einer Anweisung gesprochen habe. Daraufhin hätten die Fraktionsspitzen dem Dringlichkeitsbeschluss zugestimmt. Langefeld bestreitet das, sagt, dass er nicht von einer Anweisung gesprochen habe. Stattdessen wirft er vor allem Marx und Josef Johann Schmitz (SPD) vor, bewusst Falschaussagen zu tätigen. Derzeit steht Aussage gegen Aussage.
Diese Aussagen sollen auf den Tisch kommen. Für den Kreis Düren als Aufsichtsbehörde kündigte Landrat Wolfgang Spelthahn an, sich mit den zerstrittenen Seiten an einen Tisch zu setzen.
Die vierte Fraktion im Indener Rat, die UDB, hat Stellung bezogen im Streit. „Nunmehr ist die CDU/SPD-Koalition mit Unterstützung der Bündnis 90/Grünen dazu übergegangen, eine zielführende Ratsarbeit zu verhindern. Mit völlig überzogenen Störfeuern wird jede Sitzung zur Farce“, schreibt die UDB, die der Fraktionsvorsitzende Herbert Schlächter verschickt hat. Damit bezieht die UDB sich auch auf die Geschehnisse in der jüngsten Ratssitzung. Langefeld hatte Anträge von Hella Rehfisch (Grüne) und Schmitz auf Ergänzung der Tagesordnung abgelehnt. Daraufhin verließen CDU, SPD und Grüne aus Protest den Saal und sorgten so dafür, dass der Rat nicht mehr beschlussfähig war.

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