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AKW ohne Schutzfilter

Bundesregierung sieht neue Mängel in Belgien
Düsseldorf. Bei den umstrittenen belgischen Atomkraftwerken Doel und Tihange gibt es nach Angaben der Bundesregierung offenbar weitere Sicherheitsmängel. „Nach Kenntnissen der Bundesregierung verfügen die belgischen Kernkraftwerke Doel und Tihange derzeit noch über kein System zur gefilterten Druckentlastung“, hieß es in einer Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion.
Diese Filter sorgen dafür, dass im Falle eines Atomunfalls nicht unkontrolliert ungefilterte radioaktive Luft austritt. Die Bundesregierung sei mit den belgischen Aufsichtsbehörden über die Umsetzung der Sicherheitsverbesserungen im Gespräch, die nach dem Reaktorunglück von Fukushima definiert wurden, schreibt das Ministerium laut Medienberichten. „Insbesondere angesichts der steigenden Tendenz zu Laufzeitverlängerungen erwarten wir, dass diese Maßnahmen nun zügig vollständig umgesetzt werden.“
Laut Aktionsplan sollten von Ende 2012 an alle belgischen Reaktoren mit den Filtern ausgestattet werden, die in deutschen Reaktoren bereits nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl 1986 eingebaut wurden. Bislang sei dies aber nicht umgesetzt. Sylvia Kotting-Uhl (Grüne) nannte es „fahrlässig“, dass die belgischen AKW keine Filter haben. „Ein Grund mehr, dass die belgischen Pannenmeiler stillgelegt werden müssen.“
Die Meiler Tihange 2, der 60 Kilometer von Aachen entfernt liegt, und Doel 3 bei Antwerpen sind umstritten, weil sich in den Reaktorbehältern Tausende Risse befinden. (epd)

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